König der Löwen

Gibt es Menschen, die in den 90ern geboren wurden und König der Löwen nicht gesehen haben? Ich hoffe nicht! Der Film hat mich auf jeden Fall durch meine Kindheit gebracht, wie so viele andere Disney Filme mit ihren wundervollen Songs und unterschiedlichen Charakteren.

Daher war ich im ersten Moment auch geschockt, als ich erfuhr, dass nun eine Animierte Variante des Films kommen soll. Das konnte ich mir einfach nicht vorstellen. Ein Grund mehr in den Kinosessel zu hüpfen und mit eigenen Augen zu sehen, was hier aus dem König der Löwen meiner Kindheit geschaffen wurde.

König der Löwen handelt von Mufasa, der zu Beginn der Geschichte stolz seinen Sohn Simba der Allgemeinheit aus Steppentieren vorführt. Leider trügt der erste Schein und das Leben als Löwen ist mehr als den ganzen Tag faul rumliegen. Der Onkel von Simba hat böses im Sinn, da er sich von seinem Bruder übergangen fühlt. Die Hyänen möchten ihr Gebiet verteidigen und geraten oft mit den Löwen zusammen. Als Simba mit seiner Freundin Nala den Elefantenfriedhof besucht, kommt die Geschichte ins Rollen und verändert das Leben der Herde.

Ich wusste nicht genau, was mich hier erwartet. Wird die Geschichte komplett verändert oder bleibt sie unangetastet? Wenn letzteres der Fall ist, haben wir hier dann nicht genau den gleichen Film in anderer Optik? Das und noch viel mehr sind Fragen, die ich mir gestellt habe. Antworten habe ich definitiv bekommen.

Im Prinzip ist es nämlich genau das. Der Film in einer besseren Optik, ein einfaches Remake. Große Veränderungen in den Geschehnissen habe ich tatsächlich vergeblich gesucht. Ich konnte sogar noch alle Lieder mitsingen, obwohl ich diese natürlich seit mindestens einem Jahrzehnt nicht mehr gehört habe. Lediglich war hier die Betonung an einigen Stellen verändert worden, das fiel mir auf.

Wer die Story der Löwen schon kennt, wird hier in meinen Augen keine Überraschungen erleben. Neu ist hier wirklich nur die Optik und die Stimmen der Tiere. Ein bisschen hatte ich aber doch mit einer neuen Interpretation gerechnet mit Easter Eggs für die, die den Film schon kennen. Im Prinzip kann man ja sagen, wer König der Löwen als Kind gesehen hat ist nun Erwachsen und wird sich den Film aus Nostalgiegründen nochmal ansehen. Aber nun nach dem Film denke ich eher, dass man die Geschichte den Kindern von heute Präsentieren wollte. Und anscheinend reicht heutzutage Zeichentrick nicht mehr aus, anders kann ich mir das nicht erklären.

Der Film war nicht schlecht, gar keine Frage. Aber sonderlich gut oder besonders nun mal auch nicht. Was die Stimmen angeht habe ich hier auch gar nichts wiedererkennen können, außer eine Stimme. Tatsächlich gab mir meine Internetrecherche hier Recht. Die Stimme von Nala war dieselbe wie damals und wurde wieder von Magdalena Turba gesprochen. Das fand ich schön. Genau so war es aber auch schade, dass die anderen Synchronrollen von eher unbekannten Sprechern besetzt waren.

Alles in allem hat der Film aber vom Nostalgiefaktor definitiv ins Herz getroffen. Der Spaß, die Liebesgeschichte, der Schrecken und die Freiheit – all das kam wirklich gut rüber. Heute wie damals. Ich lehne mich weit aus dem Fenster und sage: Wer den Film damals mochte, wird auch diesen mögen. Wer ihn damals nicht mochte, wird auch diesen nicht mögen. Und wer den Film gar nicht kennt sollte schnell ins Kino, solange der Film noch läuft. Denn dann hat man in meinen Augen wirklich eine wundervolle Disney Geschichte verpasst.

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