Gut gegen Nordwind

Als ich Anfang August in König der Löwen im Kino war, habe ich dort einen Trailer gesehen, der mein Interesse geweckt hat. Wie man dem Titel entnehmen kann ging es dabei um Gut gegen Nordwind. Der Trailer sah interessant aus. Kurze Zeit später habe ich dann gesehen, dass der Film auf einem Buch basiert. Ich habe daraufhin direkt mal nachgeschaut, ob es das Buch auch in der BookBeat App gibt – ja, gab es. Und was soll ich sagen – ich habe dieses Hörbuch an zwei Tagen komplett verschlungen. Es war einfach zu gut!

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Emma Rothner möchte ein Abonnement bei der Zeitschrift “Like” abbestellen. Durch einen Schreibfehler landet jedoch ihre E-Mail in dem Postfach von Leo Leike. Dieser antwortet er zunächst aus Höflichkeit, schnell wird aus diesem Beginn jedoch ein reger Austausch über die Postfächer der beiden Protagonisten. Sie wecken gegenseitig das Interesse des anderen und lernen sich immer besser kennen. Und dann beginnen die Schwierigkeiten.

Der Autor Daniel Glattauer hat es geschafft diesen wichtigen Lebensabschnitt der beiden Protagonisten zu erzählen, ohne dabei langweilig zu werden. Im Gegenteil, irgendwann wollte man einfach nur noch mehr und mehr! Am Ende der Geschichte war ich traurig, dass es nicht weiter ging und dann hat mir jemand geflüstert, dass es einen zweiten Teil gibt. Was soll ich sagen – am nächsten Tag war auch das durchgehört.

Ich hätte nicht gedacht, dass es so interessant ist eine Geschichte zu hören, die komplett nur von zwei Personen handelt, von ihrer Sicht erzählt wird UND der Zusatz vorhanden ist, dass wir als Hörer nur das erfahren, was per E-Mail kommuniziert wird. Genau das ist nämlich der Knackpunkt in der Geschichte. Alles andere erfahren wir nicht. Aber genau so geht es ja der jeweils anderen Person hinter ihrem Bildschirm auch. Diese Idee und diese passende Umsetzung ist so wahnsinnig gut gemacht. Wir erfahren immer nur, wann die nächste E-Mail eintrifft und an der Stimme hört man, wer gerade schreibt.

Die beiden Synchronsprecher Andrea Sawatzki und Christian Berkel haben einen wunderbaren Job gemacht. Als Zuhörer konnte man sich schnell einfinden und ich fand auch beide Charaktere recht schnell sympathisch, wobei sich das auf dem Weg sogar noch intensiviert hat. Ich fand die Stimmen unfassbar passend zu dem, was man nach und nach von den beiden erfahren hat und nach einer Zeit hat man einen schönen Einblick in die Charaktere bekommen. Das war eine sehr schöne Entdeckungsreise. Als wäre man in der ersten Reihe dabei gewesen, als es passierte.

Ich bin wirklich sehr gespannt, wie man das als Film umsetzen möchte. Daher freue ich mich wirklich darauf, die beiden Werke mit einem Abstand von ca. einem Monat zu konsumieren und bin sehr gespannt, wie die Umsetzung ist. Das Hörbuch kann ich auf jeden Fall nur wärmstens empfehlen und das Buch steht dem garantiert in nichts nach. In meinen Augen fand ich, dass die Stimmen nochmal mehr Gefühl reingebracht haben, was ein geschriebenes bzw. gelesenes Werk nun mal nicht kann. Meine Gedanken über den Film möchte ich natürlich auch noch mit euch teilen.

Wer eine zauberhafte Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen am eigenen Leib erfahren möchte, die nur über E-Mail kommunizieren, ist hier genau richtig. Die Geschichte zeigt auch, wie viel Gefühl doch im geschriebenen Wort liegt und, dass man sich ohne es zu wollen “über das Internet” verlieben kann. Ich kann dieses herzerwärmende Abenteuer nur wärmstens empfehlen.

3 Gedanken zu “Hörbuch Review – Gut gegen Nordwind”

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